Hand Lesen
Die Kunst, mit der man aus der Hand lesen kann, wird auch Chiromantik genannt. Mit dieser Kunst versucht man, aus der Physiognomie (äußere Erscheinung) der Hände einer Person Rückschlüsse zu erhalten.
Im Altertum versuchte man, aus dem äußeren Erscheinungsbild der Hände Erkenntnisse zu ziehen, welche die Anlagen und das Schicksal des Menschen betrafen.
Aus den Händen werden Rückschlüsse auf Charaktereigenschaften oder zukünftige Ereignisse gelesen.
Die Kunst der Schicksalsvorsehung eines Menschen lässt sich bis zu den alten Hochkulturen Indiens, Ägyptens, Babyloniens und Assyriens zurückverfolgen. Schon sehr früh sah man die Kunst, mit der man aus der Hand lesen kann, als anerkannte Geheimlehre.
Die Hände stellen neben dem Gesicht die am individuellsten ausgeprägten Teil des Körpers dar.
Desbarolles versuchte es im 19. Jahrhundert so wie Fludd und Agrippa von Nettesheim, sie hatten die Hand als Abbild des Kosmos definiert. Desbarolles wollte diese althergebrachte Version der Chiromantik als Chirogie wieder aufleben lassen
Ein wissenschaftlicher Ansatz zur Chiromantik war schon zur Barockzeit bekannt. Man verzichtete auf Prophezeiungen über die Zukunft. Stattdessen beschränkte man sich beim Hand lesen auf den Test einer äußerlichen Diagnose des Gesundheitszustandes eines Menschen. Damals gab es sogar an einigen Universitäten Vorlesungen zum Thema aus der Hand lesen.
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