Kartenlegen
Es gibt die verschiedensten Kartendecks, mit deren Hilfe Kartenlegen erfolgen kann. Sehr bekannt sind
die Engelskarten, das Zigeunerdeck, die Lenormandkarten, das Kipperdeck, das Rider-Waite-Tarot und das Crowley-Tarot (auch Thoth-Tarot genannt).
Das Rider-Waite Tarot wurde erstmals im Jahre 1910 publiziert. Der Amerikaner Arthur Edward Waite und eine ebenfalls aus den Vereinigten Staaten stammende Künstlerin amerikanische Pamela Colman Smith gelten als die Schöpfer des Rider-Waite Tarots. Der Name Rider ist dem aus London stammenden Verleger Rider & Son zurückzuführen. Bis zur Entstehung des Rider-Waite-Tarot war es üblich, das Tarortkarten nur Symbole enthielten. Die Idee war, durch auf den Karten aufgemalte Szenen den Inhalt zu verdeutlichen, um eine intuitive Interpretation möglich werden zu lassen. Es besteht aus der kleinen
Arkana (56 Karten) und der große Arkana (22 Karten).
Die Lenormandkarten wurden nach der Schöpferin Marie Anne Adeláide Lenormand benannt. Die Lenormandkarten wurden erst nach dem Tod von Marie Anne Adeláide Lenormand publiziert. Es gibt die kleinen Lenormandkarten (36 Karten) und die großen Lenormandkarten (54 Karten). Manche Quellen vermuten, dass die großen Lenormandkarten auf Tarotkarten von Etteila zurückgehen, die angeblich auch von Marie Anne Adeláide Lenormand benutzt wurden.
Die Zigeunerkarten bestehen aus einem Deck mit 36 Karten, die in sechs verschiedenen Sprachen (deutsch, französisch, englisch, kroatisch, ungarisch und italienisch) beschriftet sind. Die Zigeunerkarten sind sehr beliebt, man weiß jedoch sehr wenig über die Entstehung.
Die Entstehung des Crowley-Tarot (auch Thoth-Tarot genannt) geht auf den Magier Aleister Crowley und die Künstlerin Lady Frieda Harris zurück und entstanden in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie hatte nach Meinung von Fachleuten freie Hand hinsichtlich der Gestaltung und war im Besitz der Urheberrechte. Das Crowley-Tarot zeichnet sich durch eine künstlerisch sehr wertvolle Bildgestaltung aus. Erst 1969 wurde das Crowley-Tarot zum ersten Mal herausgegeben. Aleister Crowley wird häufig als der bekannteste Schwazmagier des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Es gibt inzwischen eine Reihe diverser Decks, die auf das Crowley-Tarot zurückzuführen sind.
Kipperkarten sind nach Susanne Kipper benannt. Man geht davon aus, dass die Kipperkarten um das
Jahr 1873 entstanden sind. Manche Quellen behaupten, dass die
Bezeichnung Kipper auf den alten Begriff Kipper bzw. Wipper zurückzuführen ist, was einen Münz- oder Wechselbetrüger bezeichnet. Das Kipperkarten-Deck besteht aus 36 mit Nummern versehenen Karten, auf denen entweder eine Person oder ein bestimmtes Ereignis aufgedruckt ist. Die Personenkarten der Kipperkarten stehen für Menschen im Umkreis des Fragenden oder eigene Charakterzüge bzw. Situationen im Leben.
Es gibt verschiedene Engelskarten-Decks. Sehr
bekannt sind die von Diana Cooper. Bei diesen Engelskarten kann der Fragende nur Fragen über sich selbst und nicht zu anderen Personen stellen. Man kann keine reinen Ja / Nein-Fragen stellen.
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